top of page

Die ersten 100 Podcast-Hörer:innen: So erreichst du sie

  • Autorenbild: Moritz Bill
    Moritz Bill
  • 9. Juli
  • 3 Min. Lesezeit
Illustration eines Podcast-Arbeitsplatzes mit Mikrofon, Kopfhörern, Laptop und Smartphone. Im Mittelpunkt steht der Titel «Die ersten 100 Podcast-Hörer:innen: So erreichst du sie». Grafiken und Symbole zeigen Strategien zum Reichweitenaufbau, darunter Netzwerk, Social Media, Gastauftritte, Podcast-Optimierung, E-Mail-Marketing und Feedback. Das Bild vermittelt den Einstieg in den erfolgreichen Aufbau einer Podcast-Community.

Du veröffentlichst deine Folgen, aber die Hörerzahlen kommen nicht in Bewegung? Die ersten 100 Podcast-Hörer:innen sind die schwersten. Wer sie schafft, hat den Algorithmus auf seiner Seite. Und einen Grundstein, auf dem sich Reichweite aufbaut.


Warum sind gerade die ersten 100 so schwer?

Plattformen wie Spotify und Apple Podcasts pushen aktiv jene Shows, die schon ein bisschen Aufmerksamkeit generiert haben. Solange du unter dem Radar bist, schlägt der Algorithmus dich niemandem vor. Und du steckst in einer Henne-Ei-Situation:

  • Algorithmus: Plays, Subscribes und Shares brauchen erste Signale, damit die Plattform dich weiterempfiehlt.

  • Discoverability: Ohne Hörer:innen keine Bewertungen, ohne Bewertungen keine Sichtbarkeit in Charts und Suche.

  • Loop: Ohne Sichtbarkeit findest du keine neuen Hörer:innen, und ohne neue Hörer:innen verbesserst du die Sichtbarkeit nicht.

Aus dem Loop kommst du nur mit eigener Anstrengung raus. Niemand bringt dir die ersten 100 Hörer:innen, du holst sie dir.


Wer sind deine ersten Hörer:innen?

Bevor du an «die Welt» denkst, schau auf dein direktes Umfeld. Die ersten 100 kommen aus drei Kreisen:

  • Direktes Umfeld (1 bis 30): Familie, Freunde, Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden. Die ersten 30 sind eine Selbstverständlichkeit. Aber du musst sie aktiv ansprechen.

  • Berufliches Netzwerk (30 bis 70): LinkedIn-Kontakte, Geschäftspartner, Branchen-Bekannte. Sie kennen dich, hören aber nur, wenn du sie konkret aktivierst.

  • Interesse-Community (70 bis 100): Menschen, die dein Thema interessiert, dich aber noch nicht kennen. Hier wird es anstrengender, aber auch nachhaltiger.


Was funktioniert wirklich für die ersten 30?

Direktes Ansprechen. Nicht in eine Gruppe posten, sondern einzeln – mit Kontext, warum diese Person zuhören sollte.

  • Persönliche Nachricht: Per WhatsApp oder E-Mail. Nicht «ich habe einen Podcast», sondern «diese Folge könnte für dich interessant sein, hör mal rein».

  • Konkrete Aktion einfordern: Bitte um eine Rückmeldung zu einer bestimmten Folge. Das macht die Bitte verbindlicher als ein vages «hör mal rein».

  • Bewertung aktiv einfordern: Bei zufriedenen Hörer:innen direkt um eine Bewertung auf Apple Podcasts oder Spotify bitten. Bewertungen sind langfristig der wichtigste SEO-Hebel.


Tipp: Beim Launch direkt 20 persönliche Nachrichten verschicken. Das bringt mehr als 200 LinkedIn-Posts.


Wie bringst du dein berufliches Netzwerk ins Spiel?

LinkedIn ist die Plattform für KMU. So bringst du deine Folgen ins Sichtfeld deiner Geschäftskontakte:

  • Pre-Launch-Teaser: Schreibe ein bis zwei Wochen vor der Veröffentlichung über das Thema. Baue Erwartung auf.

  • Episode-Posts: Pro Folge ein eigener Post mit Zitat, Audio-Snippet oder kurzem Video-Clip aus der Aufnahme.

  • Gäste markieren: Wenn du Gäste hattest, markiere sie in deinem Post. Viele teilen die Folge weiter.

  • Behind-the-Scenes: Stories und Reels aus dem Studio oder von der Aufnahme schaffen Nähe, ohne dass du etwas «verkaufen» musst.


Wie erreichst du die Interesse-Community?

Hier geht es um Menschen, die nicht in deinem Netzwerk sind. Drei Wege funktionieren besonders gut:

  • Gäste mit eigener Audience: Wenn dein Gast die Folge auf seinen oder ihren Kanälen teilt, profitierst du von deren Reichweite.

  • Cross-Promotion: Tausche Empfehlungen mit anderen Podcastern in deiner Nische. Du nennst seine Show, er deine.

  • Suchoptimierte Episode-Titel: Konkrete Schlüsselbegriffe statt kreativer Wortspiele. «Podcast-Hosting Vergleich» wird gesucht, «Auf der Suche nach dem perfekten Sound» nicht.


Tipp: Ein einziger Gast mit etablierter Community bringt oft mehr Hörer:innen als zehn LinkedIn-Posts.


Was unterschätzen die meisten?

Die Hartnäckigkeit. Es ist normal, dass die ersten zehn Folgen wenig Reaktion bringen. Wer nach fünf Folgen aufgibt, sieht den Algorithmus-Boost nie.

  • Konsistenz: Eine feste Veröffentlichungs-Frequenz – wöchentlich oder zweiwöchentlich – ist wichtiger als gelegentliche Highlights.

  • Mindestens 10 Folgen: Bevor die ersten Reichweiten-Effekte sichtbar werden. Plane diese Aufbauphase fix ein.

  • Bewertungen einholen: Direkt am Episodenende eine konkrete Bitte aussprechen: «Wenn dir die Folge gefallen hat, lass uns fünf Sterne da».


Was geht also jetzt zuerst?

Wer die ersten 100 Podcast Hörer erreichen will, muss persönlich werden. Reichweite kommt nicht durch eine geniale Marketing-Idee, sondern durch konsequente, persönliche Ansprache. Versende heute fünf direkte Nachrichten an Menschen aus deinem Umfeld. Das ist der effektivste Schritt in Richtung deiner ersten 100 Podcast-Hörer:innen.


Eine persönliche WhatsApp-Nachricht bringt mehr Hörer:innen als zehn LinkedIn-Posts.

Brauchst du einen Plan für deinen Launch?

Wir begleiten Podcast-Labor-Kundinnen und -Kunden von der ersten Folge bis zu den ersten 100 Hörer:innen: mit konkreter Launch-Strategie, Repurposing-Workflow und persönlicher Begleitung. Schreib uns, wir schauen gemeinsam, wo du stehst und was als Nächstes kommt.


 
 

KONTAKT

Fülle das untenstehende Formular aus:

Danke für die Nachricht!

Podcast-Labor-Logo

2504 Biel/Bienne

+41 (0)78 449 68 93

© 2026 For The Record Media GmbH

bottom of page